C.C. Rote Husaren Mainz-Kostheim 1952 e.V.

„Rasch mit dem Pferde, hart mit dem Schwerte! Im Sattel feste, beim Becher der Beste! Den Frauen hold, treu wie Gold, Mut in Gefahr, das ist ein Husar“

Der Verein

Mit aktuell rund 60 Mitgliedern und fast 50 Senatoren befindet sich der Verein seit November 2014 wieder auf Wachstumskurs. Mit dem neu gestalteten Wagen für die Fastnachtsumzüge wurde eines von vielen, neuen Marketingelementen platziert, das potenzielle Mitglieder für die Garde begeistern soll. Der Verein ist zusätzlich auf dem Adventsdorf in der Reduit Mainz-Kastel vertreten und bietet dort den beliebten Winzerglühwein an. 

Die Räume des Vereins befinden sich in der sogenannten Reduit in Mainz-Kastel. Das heute „die Reduit“ genannte Gebäude in Mainz-Kastel diente ursprünglich als Reduit-Kaserne des Brückenkopfes Kastel der Bundesfestung Mainz.


Historie 

Der 1952 im rechtsrheinischen Mainz-Kostheim gegründete Verein geht auf das Husaren-Regiment von Zieten (Brandenburgisches) Nr. 3 zurück, welches in den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 im Korps Blücher gegen Frankreich kämpfte und ganz in der Nähe von Mainz lag. Das war auch der Grund, warum man sich bei der Gründungsveranstaltung im Café-Restaurant „Zur Weintante" auf dieses Regiment als Vorbild für die Garde berufen hat.


Das Husarenregiment

Auf Berliner Straßen hört man heute noch „wie Zieten aus dem Busch“, wenn etwas oder jemand völlig überraschend und unerwartet kommt. Der Wortursprung des Husaren stammt wahrscheinlich aus dem lateinischen cursarius und bedeutete schneller Bote. Ihre Kampfesweise ging auf asiatische Steppenvölker zurück und hatte sich in weiten Steppen bewährt. Im Balkan des 14.Jahrhunderts wurde es zu gusar, husar und bezeichnete einen berittenen Räuber und Wegelagerer. Aber bereits im 16. Jahrhundert erkannte man in Ungarn die Vorzüge einer leichten berittenen Truppe und stellte die ersten Husareneinheiten zum Kampf gegen die Türken auf. Die Österreicher erkannten früh die Vorteile und warben bereits Ende des 16. Jahrhunderts ungarische Reiter als Husaren an. Die östereichisch-ungarischen Husaren imponierten auch dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm 1., nicht zuletzt wegen ihrer malerischen Uniform. Der Soldatenkönig ließ 1721 das Dragonerregiment 6 umwandeln und die erste preußische Husarentruppe aufstellen. Einer der ersten Offiziere war Hans Joachim von Zieten, der der Stammvater der Husaren werden sollte. Das 3. (Brandenburgische) Husarenregiment wurde 1730 als Beneckendorffsche Husaren mit einer Gesamtstärke von insgesamt 464 Soldaten aufgestellt. Der Name wechselte mehrmals, so 1736 bis 1741 Leibkorps-Husaren, von 1741 bis 1794 trug das Regiment jeweils den Namen ihres Chefs. 1794 bis 1806 als Leib-Husaren-Regiment den Namen des Oberst von Rudorff. Anno 1808 wurde die Husaren-Brigade v. Rudorff in das 1. Brandenburgische Husaren-Regiment umgewandelt. Ab 5. November 1816 wechselte der Namen in 3. Husaren-Regiment (Brandenburgisches). Seinen endgültigen Namen erhielt das Regiment 1889 mit der Bezeichnung Husaren-Regiment von Zieten (Brandenburgisches) Nr. 3. Das Regiment nahm an allen Feldzügen Preußens und des späteren Kaiserreiches teil und wurde nach dem ersten Weltkrieg am 31. Mai 1919 aufgelöst.

Vereinsheim

Unser Vereinsheim befindet sich in den Räumlichkeiten der Reduit direkt am Kasteler Rheinufer in 55252 Mainz-Kastel.

Vorstand

Der Vorstand des Vereins setzt sich zusammen aus dem geschäftsführenden sowie dem erweiterten Vorstand. Die Geschicke des Vereins werden seit Mai 2015 von der Präsidentin Dr. Gabriele Ackermann und dem Vizepräsidenten Volker Bernais geleitet.

Unterstützt werden sie durch die Schatzmeisterin Siggi Münch mit ihrer Stellvertreterin Karin Knoop sowie dem Schriftführer Jens Ackermann.

Zum erweiterten Vorstand gehören laut Satzung drei Beisitzer, der Generalfeldmarschall, der Sitzungspräsident sowie der Vertreter der Musikeinheit.

 

Garde

Der Verein nimmt seit 1953 am Rosenmontagszug in Mainz teil. Von Beginn an handelte es sich um eine Garde. Aber wo liegt der Unterschied? Während der klassische Fastnachtsverein meist über ein einheitliches Kostüm beziehungsweise eine einheitliche Kappe verfügt, zeichnet sich eine Garde immer durch ihre Uniform aus, die sich häufig so nah wie möglich am historischen Vorbild orientiert.

In aller Regel hat jede Garde ein eigenes Regiment zum Vorbild. Das hier zugrundeliegende Regiment wurde bereits 1730 aufgestellt und erhielt seinen endgültigen Namen 1889 mit der Bezeichnung Husaren-Regiment von Zieten (Brandenburgisches) Nr. 3.

Zu dieser Zeit trugen die Mitglieder des Regiments eine rote Attila, einen dunkelblauen Pelz mit hellgrauem Pelzbesatz, eine Pelzmütze, schwarze Hosen sowie Stiefel.  Es ist dem Verein gelungen, die Uniform weitestgehend originalgetreu nachzustellen. Einzig der Reißverschluss in der Jacke sowie die bewusste Entscheidung, goldene Verschnürungen anstelle der ursprünglich silbernen zu nutzen, unterscheiden die Uniformen von damals (Silber wird schnell schwarz und auf rotem Stoff schließlich unansehnlich). 

Uniform

Die Uniformen werden vom Verein in Eigenleistung genäht und den Mitgliedern bei Bedarf leihweise zur Verfügung gestellt. Mitglieder im Offiziersrang müssen sich eine eigene Uniform kaufen. Die ist dann aber auch auf den Leib geschneidert!


Wer Interesse daran hat, den Verein bei offiziellen Anlaässen mit dieser schmucken Uniform zu repräsentieren, ist herzlich dazu eingeladen. In der nächsten Rubrik gibt es schon den Mitgliederantrag zum Download.

Mitglieder

Sie wollen gerne Mitglied bei uns werden? Da freuen wir uns und heißen Sie herzlich willkommen!


Der Jahresbeitrag für einen Erwachsenen beträgt 25 €, der Beitrag für eine Familie 60 €. Kinder zwischen 6 und 14 Jahren bezahlen bei uns 13 € und Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren sind mit einem Beitrag von 15 € im Jahr dabei. 


Drucken Sie sich einfach den beigefügten Antrag aus und schicken diesen ausgefüllt und unterschrieben an unsere Adresse C.C. Rote Husaren Mainz-Kostheim 1952 e.V., Postfach 148, 55248 Mainz-Kostheim. Wir freuen uns auf Sie!


Mitgliederantrag
15_Aufnahmeantrag_MITGLIED.pdf (1.4MB)
Mitgliederantrag
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Senat

Mit seinen rund 60 Mitgliedern zählt der familiär geprägte Verein, in dem jeder jeden gut kennt, zu den kleineren Zusammenschlüssen in der Region. 2012 wurde ein sogenannter Senat gegründet, der mittlerweile fast 50 Mitglieder zählt, die sich der finanziellen und ideellen Unterstützung des Vereines verpflichtet fühlen.


Um dieses Fördergremium kümmert sich unsere Senatssprecherin Claudette Geppert (auch bekannt als Brezelfee!). Sie organisiert beispielsweise gemeinsame Aktivitäten, akquiriert neue Senatorinnen und Senatoren und pflegt den Kontakt zu bestehenden Senatsmitgliedern. Jeweils im Januar kommt dann die große Stunde der neuen Senatsmitglieder, denn diese werden ganz offiziell beim Staats- und Senatsempfang der Roten Husaren mit Urkunde und Senatsorden in diesen Förderkreis aufgenommen.


Wer den Verein gerne außerhalb einer aktiven Mitgliedschaft unterstützen möchte, der ist uns ebenfalls herzlich willkommen. Wer träumt nicht davon, von der Brezelfee persönlich seine Ernennung entgegen zu nehmen? Es geht ganz einfach! Drucken Sie sich den beigefügten Antrag aus und schicken diesen ausgefüllt und unterschrieben an unsere Adresse C.C. Rote Husaren Mainz-Kostheim 1952 e.V., Postfach 148, 55248 Mainz-Kostheim. Wir freuen uns auf Sie!

Senatsantrag
15_Aufnahmeantrag_SENAT.pdf (1.4MB)
Senatsantrag
15_Aufnahmeantrag_SENAT.pdf (1.4MB)